Breitbandausbau

Breitbandausbau in der Gemeinde Priestewitz

Da die Digitalisierung zunehmend alle Lebensbereiche bestimmt und die Verfügbarkeit von Breitband mehr und mehr zu einem entscheidenden Standortfaktor wird, hat der Gemeinderat im Jahr 2017 die Weichen für den Breitbandausbau in unserer Gemeinde gestellt.

Mit dem Breitbandausbau hat sich die Gemeinde Priestewitz zum Ziel gesetzt, in allen Teilen der Gemeinde mit einer Versorgung von weniger als 30 Mbit/s im Download eine umfassende und flächendeckende Versorgung der Anschlussnehmer mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s, bei mehr als 80 % der Anschlüsse im Projektgebiet sogar 100 Mbit/s oder mehr, zu erreichen. Damit soll die Wohn- und Lebensqualität in unserer ländlich geprägten Gemeinde gesteigert werden. Die Einschränkungen auf Grund der Corona-Pandemie haben gezeigt, dass Home-Office sowie digitale Lernplattformen in Zukunft eine größere Rolle als bisher einnehmen werden. Dies ist jedoch nur möglich, wenn ausreichende Internetverbindungen vorhanden sind.

Vor Vergabe der Leistung erfolgte ein Markterkundungsverfahren sowie im Anschluss dessen eine EU-weite Ausschreibung. Im Laufe des Ausschreibungsverfahrens wurden die Anzahl der zu erschließenden Adressen erhöht, da einige Telekommunikationsunternehmen ihre Eigenausbauerklärung zurückgenommen haben. Hierzu waren intensiven Abstimmungen mit den Förderbehörden notwendig. Nach Erhalt der endgültigen Fördermittelbescheide wurde die Leistung im Oktober 2020 an die ENSO Netz GmbH vergeben. Auf Grund einer zwischenzeitlich erfolgten Fusionierung entstand aus der Verbindung von DREWAG und ENSO die SachsenEnergie, welche nun bis 2024 den Breitbandausbau in unserer Gemeinde umsetzt.

Nach dem Markterkundungsverfahren war geplant, voraussichtlich 1.224 Haushalte, 112 Unternehmen sowie 2 Schulen in insgesamt 16 Ortsteilen mit einem Glasfaseranschluss bis zum Haus zu versorgen. In den Ortsteilen Medessen, Zottewitz, Döschütz, Blattersleben, Geißlitz und Böhla Bahnhof war kein Ausbau vorgesehen, da diese Ortsteile nicht als unterversorgt gelten. Lediglich einzelne Grundstücke der Ortsteile Geißlitz und Böhla Bahnhof, welche derzeit mit weniger als 30 Mbit/s versorgt sind, wurden in das Ausbauprojekt aufgenommen.
Im Rahmen der Baumaßnahmen werden 76 km Tiefbau realisiert. Dabei sollen 627 km Glasfaserkabel sowie 291 km Leerrohre verlegt werden.

Zusätzlich nutzte die SachsenEnergie AG die vom Fördermittelgeber angebotene Möglichkeit, nicht förderfähige Grundstücke, welche direkt an der Haupttrasse liegen, unter bestimmten Voraussetzungen auf eigene Kosten zu erschließen (Vortrieb auf Basis von Reservekapazitäten). Die betreffenden Grundstückseigentümer wurden von der Sachsen Energie AG direkt kontaktiert.

Ungeachtet des laufenden Förderverfahrens legte der Bund im April 2021 ein neues Förderprogramm für den geförderten Ausbau der "Grauen Flecken " auf. So werden die Gebiete bezeichnet, welche bereits über Übertragungsraten von mehr als 30 Mbit/s bis 100 Mbit/s verfügen. Ende Oktober 2021 informierte der Projektträger des Bundes, dass die verbesserten Rahmenbedingungen aus dem Graue-Flecken-Programm auch für die Durchführung des laufenden Projektes genutzt werden können. Die Gemeinde Priestewitz ergriff diese Chance und reichte am 20.12.2021 einen entsprechenden Änderungsantrag ein, welcher mit Schreiben vom 07.04.2022 (Bund) und vom 27.04.2022 (Land) positiv beschieden wurde. Somit ist jetzt auch eine Erschließung der Ortsteile Medessen, Döschütz sowie der restlichen Adressen in Blattersleben, Zottewitz, Geißlitz und Böhla Bahnhof möglich. Nun heißt es zügig Genehmigungsplanungen erstellen bzw. anpassen, denn nichtsdestotrotz soll der Breitbandausbau in nunmehr unserem gesamten Gemeindegebiet bis 31.12.2023 abgeschlossen sein.

Die Kosten für den Ausbau belaufen sich mit Hinzunahme der 196 Adressen im „Grauen-Flecken“-Bereich auf rund 21,3 Mio. Euro, welche zu 60 % vom Bund und zu 30 % vom Freistaat Sachsen gefördert werden. Der für die Gemeinde Priestewitz verbleibende Anteil beträgt 2.135.558 Euro.

Soweit es die aktuelle Corona-Lage zulässt, finden in den einzelnen Ortsteilen zu gegebener Zeit Informationsveranstaltungen statt. Die Einladungen hierzu erhalten die betroffenen Anwohner direkt von dem bauausführenden Unternehmen Deutschen Netzbau GmbH. Aktuelle Hinweise zu den Baumaßnahmen finden Sie an dieser Stelle bzw. im Amtsblatt der Gemeinde.

Für weitere Fragen haben können Sie sich gern auch per E-Mail oder telefonisch (03522 / 51 14 0) an die Gemeindeverwaltung wenden.


Fördervoraussetzungen

  • Es sind nur unterversorgte Haushalte förderfähig. Als unterversorgt gilt, wer nur mit weniger als 30 Mbit/s im Download durch ein Telekommunikationsunternehmen versorgt werden kann.
  • Es sind ausschließlich vergebene Adressen (Straße, Hausnummer) förderfähig. Wenn mehrere Gebäude zu einer Adresse gehören (z.B. Drei-Seiten-Höfe) kann nur ein Gebäude den geförderten Glasfaser-Hausanschluss erhalten. Nebengelasse sind nicht förderfähig.
  • Es liegt ein vom Grundstückseigentümer unterschriebener „Auftrag zur Errichtung eines Breitbandanschlusses“ vor. Dieser Auftrag kann nur vom Grundstückseigentümer selbst unterzeichnet werden. Bei Erben- und Eigentümergemeinschaften unterzeichnet der Angeschriebene. Dieser bestätigt mit seiner Unterschrift, dass ihm die Einwilligung der anderen Eigentümer vorliegt.


Zeitplan

Der erste Spatenstich erfolgte am 04.05.2021 in Nauleis. Die Planung und die bauliche Umsetzung wird durch einen Partner der SachsenEnergie, die Deutsche Netzbau GmbH, durchgeführt. Das geförderte Ausbaugebiet unserer Gemeinde ist in 5 Bereiche (Ausbaucluster) unterteilt. Projektende ist spätestens 31.12.2024.

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Breitbandausbau 2

Aktueller Projektstand in-den einzelnen Ortsteilen Stand 23.03.2022

Bisher wurden von den geplanten 76 km Trasse bereits 54,4 km verlegt. Die verlegten Leerrohre haben eine Gesamtlänge von 175 km.

Der Baufortschritt wird in folgenden Phasen definiert:

1. Vorbereitung Genehmigungsplanung (Einholung der erforderlichen Genehmigungen und Erlaubnisse bei zuständigen Behörden und Deutsche Bahn AG)
2. in Planung (Genehmigung der Behörden liegt vor, adressgenaue Feinplanung, Einholung der Zustimmung der Grundstückseigentümer, Beantragung Verkehrsrechtliche Anordnungen)
3. Tiefbau läuft (Verlegung der Leerrohre im öffentlichen Bereich und in den privaten Grundstücken, Herstellung der Hausanschlüsse)
4. Tiefbau abgeschlossen (Abnahme der Bauleistung im öffentlichen Bereich durch Baulastträger und im privaten Bereich durch Grundstückseigentümer)
5. Einblasung Glasfaserkabel in Leerrohre inkl. Hausanschlüsse
6. Installation der aktiven Technik in Verteilerkästen und Prüfung des Signals
7. Freischaltung des Netzes

Unsere Ortsteile befinden sich aktuell in folgenden Phasen:

Ortsteil Baufortschritt
Altleis Ausbau abgeschlossen
Baselitz Tiefbau fertig - Glasfaser in Arbeit
Baßlitz Tiefbau in Arbeit
Blattersleben (Vortrieb) Tiefbau fertig - Glasfaser in Arbeit
Blattersleben (graue Flecken) Tiefbau voraussichtlich ab 30.07.2022
Böhla Tiefbau fertig - Glasfaser in Arbeit
Böhla Bahnhof Tiefbau in Arbeit
Döschütz (graue Flecken) Tiefbau voraussichtlich ab 30.07.2022
Gävernitz Tiefbau fertig - Glasfaser in Arbeit
Geißlitz (graue Flecken) Tiefbau voraussichtlich ab 30.07.2022
Kmehlen Tiefbau fertig - Glasfaser in Arbeit
Kottewitz Ausbau abgeschlossen
Laubach Tiefbau fertig - Glasfaser in Arbeit
Lenz Ausbau abgeschlossen
Medessen (graue Flecken) Tiefbau voraussichtlich ab 30.07.2022
Nauleis Ausbau abgeschlossen
Piskowitz Tiefbau fertig - Glasfaser in Arbeit
Porschütz Tiefbau fertig - Glasfaser in Arbeit
Priestewitz Nord Ausbau abgeschlossen
Priestewitz Süd Tiefbau fertig - Glasfaser in Arbeit
Stauda Tiefbau fertig - Glasfaser in Arbeit
Strießen Ausbau abgeschlossen
Wantewitz Tiefbau fertig - Glasfaser in Arbeit
Zottewitz (Vortrieb) Tiefbau fertig - Glasfaser in Arbeit
Zottewitz (graue Flecken) Tiefbau voraussichtlich ab 30.07.2022

 
Weiterer Ablauf

Alle anspruchsberechtigten Hauseigentümer erhalten den Auftrag zur Errichtung eines Breitbandanschlusses per Post zugesandt. Wird dieser unterschrieben, kann ein kostenloser Glasfaseranschluss bis ins Haus errichtet werden.
Warum man sich diese einmalige Chance nicht entgehen lassen sollte, erklärt das folgende Video:

Sollten Ihr Browser dieses Video nicht anzeigen können, finden Sie es unter:
https://www.youtube.com/watch?v=gnX7dKidZ_4
 
Informationsmöglichkeiten:

Zu Anschluss und Bau:
Wer sich unsicher ist, ob er anschlussberechtigt ist und ob er das Schreiben zur Auftragserteilung erhalten hat, wendet sich bitte an die Deutsche Netzbau GmbH unter der Rufnummer 0351 48484531 oder über das Baubüro Strießen, Zschieschener Straße 2. Das Baubüro ist montags von 17-18 Uhr besetzt.


Zu Internet-Tarifen, Produktvertrag und Wechselservice:
Kundenservice der SachsenEnergie AG
Telefonisch: Mo. - Fr. 07:00 – 19:00 Uhr kostenfrei unter 0800 5075100
Per Email: ensonet@enso.de

Da der Breitbandausbau mit Fördermitteln von Bund und Land umgesetzt wird, sind verschiedene Auflagen beim Ausbau zu beachten. So steht z.B. das mit Förderung errichtete Netz auch anderen Anbieter zur Verfügung. Welche dies sein werden wird sich erst mit der Marktentwicklung zeigen. Die Gemeinde Priestewitz hat darauf keinen Einfluss.

  
Häufig gestellte Fragen zum Breitbandausbau:

Wo kann ich mich zum Breitbandausbau informieren?
Die neuesten Informationen sind immer hier auf unserer Homepage oder unter www.enso.de/priestewitz zu finden. Regelmäßige Informationen bietet auch unser Amtsblatt.

Für individuelle Anfragen können Sie uns telefonisch unter 03522 / 51 14 0 oder per E-Mail kontaktieren.

Welche Orte/Ortsteile werden erschlossen?
Ab Frühjahr 2021 bis voraussichtlich Ende 2023 werden alle Grundstücke unserer 22 Ortsteile, welche aktuell nur mit einer Übertragungsrate bis 100 MBit/s versorgt werden können, erschlossen.

Mithilfe welcher Technologie erfolgt der Breitbandausbau?
Die unterversorgten Gebiete werden mit Fiber to the building (FTTB – Glasfaser bis ins Haus) an das Breitbandnetz angeschlossen. Nötig dafür sind Tiefbau- und Installationsarbeiten am und im Haus, meist bis in den Anschlussraum im Erdgeschoss oder Keller.

Wer organisiert den Breitbandausbau und wer führt ihn aus?
Die Finanzierung und die Ausschreibung wurden von der Gemeinde organisiert, die sich mit fast 2 Millionen Euro Eigenmitteln beteiligt.
Der Bau des Breitbandnetzes wird seitens des Bundes und des Freistaates Sachsen mit einer 90% Förderung unterstützt. Des Weiteren erhält die Gemeinde Fördermittel für Beratungsleistungen vom Bund und dem Freistaat Sachsen.
Den Zuschlag zur Umsetzung des Breitbandvorhabens erhielt die SachsenEnergie AG. Als deren Partner übernimmt die Deutsche Netzbau GmbH (DeNe) die Planung und bauliche Umsetzung.

Wer profitiert vom Breitbandausbau? / Ist mein Haus auch dabei?
Angeschlossen werden unterversorgte Gebiete. Als unterversorgt gilt, wer nach der durchgeführten Markterkundung über Bandbreiten von weniger als 30 Mbit/s verfügt und in den nächsten 3 Jahren nicht eigenwirtschaftlich ausgebaut wird. Hauseigentümer, die vom geförderten Ausbau profitieren, erhielten im Laufe des Jahres 2021 per Post einen Auftrag zur Errichtung eines Breitbandanschlusses. Wurde dieser unterschrieben zurückgesandt ist der Anschluss an das Glasfasernetz kostenlos. Hinzu kommen seit Mai 2022 die Grundstücke, welche bereits mit Übertragungsraten von 30 Mbit/s bis 100 Mbit/s versorgt sind ("Graue Flecken"). Die betreffenden Grundstückseigentümer erhalten den Auftrag zur Errichtung eines Breitbandanschlusses im 1. Halbjahr 2022.

Welche Bandbreiten sind nach dem Ausbau geplant?
Laut Förderkriterien sind Datenübertragungsraten von mindestens 100 MBit/s für Privatpersonen und 1 GBit/s für Gewerbetreibende geplant.
Das fertig ausgebaute Netz soll dem Endnutzer Datenraten von bis zu 1000 Mbit/s im Download ermöglichen können.

Warum braucht mein Haus einen Glasfaseranschluss?

Die Datenmenge im Netz wächst und wird in den nächsten Jahren noch steigen. Studien gehen sogar von einer Verzehnfachung der weltweiten Datenmengen in den nächsten 3 bis 5 Jahren aus. Die Kupferleitungen des alten Telefonnetzes sind damit überlastet. Glasfaserleitungen können mehr, nahezu grenzenlos sind die Leistungsreserven. Mit einem direkten Glasfaseranschluss bis ins Haus werden die Daten blitzschnell, quasi in Echtzeit, übertragen. Glasfaser garantiert eine stabile, störungsfreie Leitung auch bei sehr großen Datenmengen.
Selbst wenn Sie das Internet oder den Computer nicht nutzen möchten, profitieren Sie vom Breitbandausbau. Durch den Anschluss steigt der Wert Ihres Hauses und Ihres Grundstückes. Schon heute suchen Käufer und Mieter verstärkt und gezielt nach Häusern/Wohnungen mit einem schnellen Breitbandzugang. Der Anschluss ist damit ein Vorteil, auch beim Verkauf, Vermietung oder wenn es an nachfolgende Generationen vererbt wird.

Mein Haus ist für den geförderten Ausbau vorgesehen. Was passiert nun?

Im Laufe des Jahres 2021 erhalten alle anspruchsberechtigten Hauseigentümer einen Auftrag für die Errichtung eines kostenfreien Glasfaseranschlusses. Die Adressen, welche durch Hinzunahme der "Grauen Flecken" gefördert ausgebaut werden können, erhalten dieses Schreiben im 1. Halbjahr 2022. Wird dieser unterschrieben und an die Deutsche Netzbau GmbH (DeNe) zurückgesandt, kann das Haus einen kostenfreien Glasfaseranschluss erhalten.
Anschließend wird mit Ihnen, bei einer Begehung vor Ort, die Deutsche Netzbau GmbH (DeNe) alle notwendigen baulichen Maßnahmen abstimmen. Dazu zählt insbesondere, wo der Glasfaseranschluss auf Ihrem Grundstück verlegt, ins Haus eingeführt und schließlich der Hausübergabepunktes (HÜP) installiert werden soll. Ist der Tiefbau abgeschlossen und die Hauseinführung erstellt, wird mit Ihnen ein Termin zur Montage des Hausübergabepunktes vereinbart. Zu diesem Termin werden die Fasern mittels Druckluft in die vorhandene Rohrstrecke eingebracht und in Ihrem Hausübergabepunkt aufgelegt. Entsprechend der Anzahl der Wohneinheiten werden abschließend die Glasfaser-Anschlussdosen montiert.
Weitere Infos stehen Ihnen unter: www.enso.de/glasfaseranschluss zur Verfügung.

Wann kann ich das schnelle Internet nutzen?

Selbst, wenn die Bauarbeiten bei Ihnen zu Hause beendet sind können bis zur Nutzung des schnellen Internets noch einige Monate verstreichen. Bevor ein Ortsnetz geschaltet werden kann, müssen alle Hausanschlüsse und die Verbindungsleitungen zwischen den Ortschaften komplett errichtet sein und die in den Orten aufgestellten Verteiler technisch ausgerüstet werden. Fehlt auch nur ein „Puzzleteil“, findet das Lichtsignal nicht seinen Weg zum Nutzer.
Außerdem muss ein Auftrag für ein Internet-Produkt z.B. das der SachsenEnergie AG oder eines anderen Anbieters (welcher ggf. Leistungen über das neue Netz anbietet) vorliegen. Sind dann alle technischen Voraussetzungen zur Schaltung des einzelnen Anschlusses erfüllt, kann Internet und Telefonie über die Glasfaserleitung genutzt werden. Die Schaltung erfolgt über den neuen Glasfaseranschluss und ist unabhängig von Ihrer bestehenden Telefon-Kupfer-Leitung.

Wie erfahre ich, wann mein Ort/ Ortsteil geschaltet wird?
Der entsprechende Anbieter informiert rechtzeitig seine Kunden, die ein Internetprodukt beauftragt haben, wann Ihr Anschluss geschaltet wird. Ca. 5 Monate vor der Inbetriebnahme des Ortsnetzes informiert die SachsenEnergie AG als Netzbetreiber ihre Kunden und andere Anbieter über einen konkreten Schalttermin.

SachsenEnergie informiert auch die Bürger, die im Anschlussvertrag dafür ihre Dateneinwilligung gegeben haben. Alle anderen können sich auf der Website www.enso.de/priestewitz informieren.

Kann ich bei meinem bisherigen Anbieter bleiben oder muss ich zur SachsenEnergie AG wechseln?
Grundsätzlich handelt es sich bei den im Rahmen der Förderung errichteten Netze um ‚Open Access‘-Netze. Diese bieten die Möglichkeit, dass auch andere Anbieter das Netz mit nutzen können um selbst entsprechende Produkte anzubieten.
Ob ein anderer Anbieter das Netz mit nutzen will, entscheidet dieser selbst. Erst mit einer offiziellen Anfrage bei SachsenEnergie als Netzbetreiber wird bekannt, ob Interesse an einer Mitnutzung besteht. Ob auch andere Anbieter Highspeed-Internet über Glasfaser in Priestewitz anbieten werden, lässt sich zurzeit noch nicht sagen. Aktuell liegt noch keine Anfrage vor.
Sie können auch weiterhin die über Ihren jetzigen Internetanbieter vertraglich vereinbarten Übertragungsgraten nutzen.
Sollten Sie jedoch an höheren Bandbreiten über die neue Glasfaserverbindung interessiert sein, können Sie dies auf jedem Fall mit einem Produkt der SachsenEnergie tun.

Ich habe noch einen laufenden DSL- oder Telefonvertrag. Soll ich jetzt schon einen Vertrag bei einem Anbieter des neuen Glasfasernetzes unterschreiben?
Es wird empfohlen, spätestens ein ½ Jahr vor der Inbetriebnahme des Ortsnetzes einen Produktvertrag abzuschließen. Dies ist notwendig, damit alle Prozesse zum Anbieterwechsel in die Wege geleitet werden können. Der Vertrag beginnt natürlich erst dann, wenn Ihr Anschluss freigeschaltet wird. Erst dann zahlen Sie auch für die Internetnutzung.

Soll ich meinen DSL- oder Telefonvertrag selbst kündigen?
Bei einem bestehenden Telefonvertrag oder einem kombinierten Telefon-/Internetvertrag empfehlen wir dringend, den neuen Vertragspartner mit der Kündigung zu beauftragen. Dies geschieht im Rahmen der Produkt-Auftragserteilung mit dem Anbieterwechselformular. Detaillierte Informationen erhalten Sie unter den jeweiligen Kontaktmöglichkeiten des Anbieters.
Bei eigenständiger Kündigung besteht die Gefahr, dass Sie Ihre Rufnummern nicht mitnehmen können oder bei Bauverzug eine Versorgungslücke entsteht.

Bei welchen Anbietern kann ich mich zu Tarifen und zum Anbieter-Wechsel beraten lassen?
Aktuell bieten, bis auf den Netzbetreiber (SachsenEnergie AG), noch keine weiteren Anbieter Produkte für das neue Glasfasernetz an. Sobald weitere Anbieter Anfragen zur Nutzung des Netzes stellen sollten, werden wir die entsprechenden Kontaktdaten ergänzen.

SachsenEnergie AG:

Terminvereinbarung für Beratung zu Hause oder in der Filiale Großenhain
E-Mail: jan.richter@SachsenEnergie.de
Telefon: 0351 - 4684584

Internet: www.enso.de/priestewitz
ENSO-Hotline: 0800 5075100 (kostenfrei)